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Wibu-Systems hat bei IUNO an drei Anwendungsfällen für Industrie 4.0 mitgewirkt

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Abschlusskonferenz des Forschungsprojekts IUNO

Dieser Cocktailmixer basiert auf der CodeMeter-Technologie und vereint einen sicheren E-Shop mit einem sicheren und cloudbasierten Technologiedatenmarktplatz.

Nach drei Jahren endet heute die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Industrie beim Forschungsprojekt IUNO, dem Nationalen Referenzprojekt zu IT-Sicherheit in Industrie 4.0, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wurde. Die Ergebnisse werden in einer Konferenz am 27. September im ewerk in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Mittelpunkt der Vorträge und Demonstrationen, die zum Programm gehören, steht die Sicherheit: Absicherung von Diensten zur Fernwartung von Produktionsanlagen, Absicherung von Fertigungsprozessen zur kundenindividuellen Produktion, Datensicherheit entlang der gesamten Wertschöpfungskette und sichere Vernetzung und Überwachung von Anlagen.

Wibu-Systems zeigt drei verschiedene Anwendungsfälle. Jeder ist nach dem Prinzip „Security by default“ für Software, Firmware und sensible Daten im Industrie-4.0-Umfeld aufgebaut. Monetarisierungsmöglichkeiten unterstützen das Wachstum für Hersteller. Innovationen von Wibu-Systems bieten global tätigen Unternehmen optimale Lösungen zur Markteinführung und größte Flexibilität für deren Anwender.

Gemeinsam mit Trumpf, einem weltweit führenden Hersteller von Werkzeugmaschinen, Lasern sowie Elektronik für industrielle Anwendungen, hat Wibu-Systems einen sicheren und cloudbasierten Technologiedatenmarktplatz entwickelt. Als Demonstrator dient ein Cocktailmixer mit einem Online-Shop für Cocktailrezepte – ein geschmackliches Beispiel von Produktionsdaten für Industrie 4.0. Der Anwender wählt ein Rezept aus, dann wird dieses in verschlüsselter Form und mit der entsprechenden Lizenz an den Mixer geschickt und das Getränk vor den Augen des Anwenders gemischt. Die CodeMeter-Technologie von Wibu-Systems schützt und lizenziert das geistige Eigentum, in diesem Fall das Rezept. Sowohl der Erfinder des Rezepts, der Marktplatzbetreiber als auch der Cocktailmixer, also der Produzent, erhalten ihren Anteil am Geschäft – aber dies kann nur mit einem geeigneten Schutz funktionieren.

In einem anderen Projekt hat Wibu-Systems gemeinsam mit Balluff, einem der führenden Sensorhersteller der Welt, und Homag, einem führenden Hersteller von Holzverarbeitungsmaschinen, an sicheren RFID-Lesegeräten gearbeitet. Das Ergebnis ist ein OPC UA RFID-Lesegerät mit integriertem Secure Element, das auf Balluffs intelligenter UHF-Lesegeräteplattform und dem CmASIC von Wibu-Systems als der robusten Sicherheitslösung mit Infineons SLE97 Cryptocontroller. Das System nutzt die auf OpenSSL aufbauenden Schutzfunktionen der OPC UA-Implementierung von Unified Automation, um sichere Maschinenkommunikationen auf beiden Seiten zu garantieren – zwischen dem RFID-Lesegerät und dem datenverarbeitenden Computer auf der einen Seite und der digitalisierten Produktionssteuerung auf der anderen Seite.

Ein weiteres Projekt ist der Schutz des geistigen Eigentums und die Lizenzierung bei Trusted Computing, für das gleichfalls CodeMeter zum Schutz der Anwendung vor Reverse Engineering und Produktpiraterie eingesetzt wird. Auch neue Geschäftsmodelle werden mittels Lizenzierung und Berechtigungsmanagement möglich. Lizenzen für einzelne Softwarefunktionen werden nicht typischerweise an einen USB-Dongle, eine Speicherkarte, einen ASIC oder eine Datei gebunden, sondern an den OPTIGATM TPM von Infineon Technologies, um die Lizenzen sicher aufzubewahren und nur auf den lizenzierten Zielgeräten verfügbar zu machen. Die Lizenzierung kann auch in Backoffice-Abläufe, also den Geschäftsprozess, integriert werden, um neue Ertragschancen zu nutzen.

Die Vision einer sicheren Welt, die Oliver Winzenried, Vorstand und Gründer von Wibu-Systems, zu Beginn von Industrie 4.0 hatte, wird Realität: „Die Reichweite unserer Lösungen zu Schutz, Lizenzierung und Security von digitalem geistigen Eigentum wird durch jede Partnerschaft vergrößert. Jeder Hersteller, der unsere Technologie benutzt, erweitert die ursprünglichen Einsatzgebiete. Gemeinsam mit unseren Kunden erschließen wir die Chancen der Digitalisierung.“