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Kategorien: Cloud Licensing

Lizenzierung in der Cloud

Mit CodeMeter License Central bietet Ihnen Wibu-Systems eine cloudbasierte Lösung für die Erstellung von Lizenzen in der Cloud. Mit CmWAN haben Sie die Möglichkeit, einen Lizenzserver in der Cloud für Ihre Anwender zu betreiben. Dieser Artikel stellt Ihnen drei Cloud-Projekte vor und zeigt, wie diese mithilfe von CodeMeter License Central und CmWAN realisiert wurden.

Dokumente online und offline

Im ersten Anwendungsfall werden mit CodeMeter elektronische Dokumente geschützt. Diese Dokumente sind als Online-Version in der Cloud und als PDF auf dem lokalen PC des Anwenders verfügbar. Es werden Lizenzen mit unterschiedlichen Berechtigungsstufen vergeben. Je nach Lizenz darf der Anwender nur einen Teil der Dokumente zugreifen und diese verwenden.

Die lokalen PDFs sind durch SmartShelter PDF gegen Vervielfältigung geschützt. Ein Anwender, der eine Lizenz benötigt, erhält vom Herausgeber der Dokumente ein Ticket, mit dem er die Lizenzen lokal auf seinem PC aktivieren kann. Die Aktivierung kann wahlweise über ein Lizenz-Portal oder mit einem lokal laufenden Aktivierungs-Assistenten erfolgen.

Die Online-Version liegt auf einem Server in der Cloud. Der Anwender authentifiziert sich am Server und hat dann Zugriff auf die Dokumente gemäß seiner Lizenzen in CodeMeter License Central. Dazu wurde durch das Wibu-Systems Professional Services Team ein Gateway implementiert, mit dessen Hilfe der Server in der Cloud die Lizenzen des Anwenders in CodeMeter License Central abfragt.

Der Kernpunkt der Implementierung ist hierbei, dass eine Verknüpfung zwischen dem Account des Anwenders am Server in der Cloud und der Kunden-ID in CodeMeter License Central hergestellt wurde. Damit können die Lizenzen vom berechtigten Anwender gleichzeitig offline auf dem lokalen PC und online in der Cloud verwendet werden.

Lizenzen permanent in der Cloud

Im zweiten Anwendungsfall handelt es sich um eine Software, die beim Anwender auf dem lokalen PC installiert wird. Die Lizenz dazu befindet sich in der Cloud beim Hersteller der Software. Der Anwender ist damit flexibel und kann die Software auf einem beliebigen PC verwenden.

Die Realisierung dieses Projektes erfolgte mit dem Produkt CmWAN Server und einem Reverse Proxy, der die Identifikation und Authentifizierung der Anwender übernimmt. Jedem Anwender ist eine virtuelle Maschine mit einem CmWAN Server zugeordnet. Die virtuellen Maschinen laufen auf einer Server-Farm und können auf Knopfdruck erzeugt werden.

Während der Installation der geschützten Software wird der Reverse Proxy in der Server-Suchliste auf dem lokalen Client eingetragen. Zusätzlich werden Benutzername und Passwort abgefragt und ebenfalls hinterlegt. Beim Zugriff auf eine Lizenz sucht die lokale CodeMeter Runtime automatisch nach Lizenzen auf dem Server in der Cloud unter Verwendung des Benutzernamens und des Passworts.

Der Reverse Proxy hält die Information vor, welcher Anwender welchem CmWAN Server zugeordnet ist. Nach erfolgreicher Identifizierung und Authentifizierung des Anwenders wird die Verbindung zum zugeordneten CmWAN Server umgeleitet. Die Verwendung der Lizenzen ist aus Sicht der lokalen Anwendung analog zu einem CodeMeter-Lizenzserver im lokalen Netzwerk.

„Auf der Server-Farm laufen aktuell mehrere hundert Anwender. Der Sekt für den eintausendsten Anwender ist bereits kaltgestellt“, so Philip Berndroth, für die Implementierung bei der CNC KELLER GmbH verantwortlich. „Durch die hochgradige Automatisierung unserer Lösung ist das Anlegen eines neuen Anwenders mit wenigen Handgriffen möglich.“

Online-Lizenzen im Offline-Cache

Im dritten Anwendungsfall läuft die Software auf einem lokalen Windows-PC und die Lizenz liegt in der Cloud. Die Lizenz soll auch verwendet werden können, wenn die Verbindung zum Server in der Cloud abbricht.

Dieses Projekt verwendet CodeMeter License Central auf dem Server in der Cloud. Die Lizenz für den Anwender wird zeitlich befristet ausgestellt und durch die Software im Hintergrund periodisch aktualisiert. Eine Überbenutzung an einem zweiten und dritten PC wird im geringen Umfang toleriert.

Der Anwender erhält ein Ticket und gibt dies bei der Installation der Software auf dem lokalen PC ein. Das Ticket wird auf dem PC gespeichert. Die Software startet den normalen Aktivierungsvorgang. Anstatt die Lizenz vollumfänglich zu aktivieren, wird durch ein Zusatzmodul auf CodeMeter License Central eine neue zeitbefristete Lizenz erstellt und diese aktiviert. Die Lizenz läuft für acht Stunden und kann vorzeitig zurückgegeben werden.

Nach vier Stunden beginnt der Client die Lizenz zu verlängern. Auch dazu startet er einen normalen Aktivierungsvorgang. Auf dem Server überprüft das Zusatzmodul, ob die Anfrage vom gleichen CmContainer (und damit vom selben PC) kommt. In diesem Fall wird ein Update erstellt und im Hintergrund aktiviert. Die Lizenz ist damit wieder für acht Stunden verwendbar.

Beim Beenden der Software wird die Lizenz automatisch zurückgegeben. Durch die Rückgabe weiß das Zusatzmodul, dass die Lizenz ab jetzt auf einem anderen PC erneut aktiviert werden darf.

Wird die gleiche Lizenz auf einem anderen PC aktiviert, solange die acht Stunden noch nicht abgelaufen sind, entscheidet das Zusatzmodul, ob dies erlaubt ist. Falls ja, wird eine neue Lizenz ausgestellt und auf dem neuen PC aktiviert. Bei der nächsten versuchten Verlängerung des ersten Clients wird die Lizenz beim ersten Client zurückgegeben, da sie ja in der Zwischenzeit auf einem anderen PC verwendet wurde. Die Software auf dem ersten Client zeigt dann eine Fehlermeldung an und beendet sich.

Im konkreten Projekt ist das Zusatzmodul sehr tolerant und erlaubt bis zu drei gleichzeitig aktivierte PCs. Wurde die Lizenz bereits auf drei PCs innerhalb der letzten acht Stunden verwendet und nicht zurückgegeben, erhält der Anwender eine Fehlermeldung.

Die Parameter „acht Stunden“ Laufzeit und „vier Stunden“ für eine automatische Verlängerung können angepasst werden. Auch die automatische Rückgabe beim Beenden der Software ist eine Option, die in diesem Projekt gewählt wurde, die Sie aber in einem eigenen Projekt abwandeln können. Somit ist es möglich, Lizenzen für mehrere Tage zu erstellen, die ein Mitarbeiter komplett offline verwenden kann.